Integrative Schulung

Damit ist die voll- oder teilzeitliche Integration von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Bildungsbedarf in einer Klasse der Regelschule durch die Nutzung von sonderpädagogischen Massnahmen gemeint.
Eine wichtige begriffliche Unterscheidung, welche in den Kantonen für die Angebote schulischer Integration verwendet werden, ist diejenige zwischen integrativer Förderung und integrativer Sonderschulung.
In der integrativen Förderung werden Kinder und Jugendliche mit sogenannten Schulschwierigkeiten (im Lern- und Verhaltensbereich), welche früher eine Klein- oder Sonderklasse besucht haben, integrativ in Regelklassen von qualifiziertem Personal betreut. Die Förderung ist mit den Lernprozessen und Lernhinhalten der Klasse eng vernetzt.
In der integrativen Sonderschulung werden Kinder mit Behinderung in der Regelklasse von einer zusätzlichen Fachperson unterstützt und in der Integration begleitet. Eine Sonderschule in der Region garantiert die fachliche Unterstützung (Fachpersonal, Know-how etc.). Im Rahmen der integrativen Sonderschulung sind auch therapeutische Angebote vorgesehen (z.B. Logopädie), die aufgrund der Indikation im Einzelsetting stattfinden können. Die integrative Sonderschulung wird in der EDK-Terminologie unter dem Begriff „verstärkte Massnahmen“ geführt.