Unterstützung

Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sind in erster Linie einfach einmal Kinder und Jugendliche. Sie und ihre Eltern begehen grundsätzlich die gleichen administrativen Wege hin zur Einschulung wie alle anderen, sog. „normalen“ Kinder und Jugendlichen. Sie erhalten entsprechend auch an den ganz „normalen“ Orten und Stellen (Behörden, Fachleuten etc.) Auskünfte zu Erziehung und Bildung, zum Frühbereich, zur Schule, zum Berufseinstieg. Dasselbe gilt auch für Lehrerinnen und Lehrer, welche Kinder oder Jugendliche mit Behinderungen integrieren (werden).

Wenn aufgrund der Behinderung des Kindes oder Jugendlichen weitere, spezialisierte Massnahmen notwendig werden, stehen in der Regel die entsprechenden Stellen, Personen und Angebote bereit. Für Eltern mit Kindern, bei welchen ab Geburt bereits eine Entwicklungsbeeinträchtigung festgestellt wird, wird bereits im Frühbereich die relevante Unterstützung angeboten. Wünschen sie, dass ihr Kind integrativ geschult wird, müssen sie frühzeitig die entsprechenden Stellen (meistens Schulleitung und -administration der Regelschule) kontaktieren. Frühzeitige Information und ausreichend Vorbereitungszeit auf den integrativen Unterricht hilft auch Lehrpersonen und Schulleitungen, die Integration gelingend umzusetzen.

… in Ihrem Kanton
Wählen Sie in der Blogroll rechts einen Kanton aus. Sie werden weitere Informationen zur schulischen Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Ihrem Kanton finden.

… in ihrer Region
Heilpädagog/innen, Therapeut/innen, Regellehrpersonen, aber auch ganze Regel- und Sonderschulen finden bei Bedarf Unterstützung bei Fachhochschulen in ihrer Region. Diese bieten neben Aus- und Weiterbildung auch Forschung und Dienstleistungen an.
Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH), Zürich
Pädagogische Hochschule Bern
Pädagogische Hochschule Luzern
Fachhochschule Nordwestschweiz
Pädagogische Hochschule St. Gallen
Pädagogische Hochschule Thurgau
Pädagogische Hochschule Zentralschweiz

…in der Schweiz

Bildung: Die Schweiz hat kein nationales Bildungsdepartement. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren koordiniert die Entwicklungen zur schulischen Integration in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Zentrum für Heilpädagogik in Bern.
Berufs- und Fachverbände stehen auf nationaler Ebene für die Qualität und Fachlichkeit der Bildungsarbeit für behinderte Kinder und Jugendlich ein, so z.B. der Fachverband Sonder- und Sozialpädagogik (integras), der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH), der Schweizerische Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) oder der Berufsverband Heil- und Sonderpädagogik Schweiz (BHS). Seitens pädagogisch-therapeutischer Angebote beschäftigen sich auch die Berufsverbände für Logopädie (für die Deutschschweiz: DLV) und Psychomotoriktherapie (astp) mit der Integration im Frühbereich und in der Schule; der Berufsverband der Früherzieherinnen und Früherzieher (BVF) v.a. mit der Förderung und Integration im Frühbereich, aber auch im Übergang zur Schule. Für die fachliche Abklärung sind die Schulpsychologischen Dienste zuständig. Die Persönliche Zukunftsplanung unterstützt Menschen mit Behinderungen in ihrer Integration in die Ausbildung und Berufswelt.
Das Deutschschweizer Netzwerk Integrative Schulung unterstützt in der Deutschschweiz den Austausch unter Praktikerinnen und Praktikern (Lehrpersonen, Schulleitungen, Eltern, Behörden, Ausbildungsinstitutionen etc.) und setzt sich für die Vernetzung der Fachleute in der schulischen Integration ein.

Behinderung: Wichtige zentrale Partner für Ihre Anliegen zur integrativen Schulung von Kindern mit Behinderungen sind in der Trägerschaft (siehe Impressum) dieser Website zu finden! Auf nationaler Ebene trägt die Fachstelle égalité handicap dazu bei, die Gleichstellung aller behinderten Menschen zu stärken. Dabei steht sie in engem Kontakt mit der Fachstelle „Behindertengerechtes Bauen“, der Schweizerischen Fachstelle „Barrierefreier öffentlicher Verkehr“ (BöV) sowie dem Eidg. Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung EBGB. Egalité handicap wird getragen von der Dachorganisation für Behinderten(selbst)hilfe DOK (siehe Integration Handicap) – und all ihren Mitgliedern. Für Hörbehinderte/Gehörlose gibt es spezialisierte Beratungsangebote in verschiedenen Regionen der Deutschschweiz. Integration Handicap, die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft zur Eingliederung Behinderter bietet Unterstützung durch den Rechtsdienst (Sozialversicherungsrecht). INSOS, der nationale Branchenverband der Institutionen für Menschen mit Behinderung, ist ein wichtiger Ansprechpartner, wenn es um den Einstieg in die berufliche Ausbildung oder ins Berufsleben geht. Alle Adressen für die Berufsberatungsstellen in den Kantonen, auch die IV-Berufsberatungen, sind auf der Website des Schweizerischen Dienstleistungszentrums für Berufsbildung und Berufsberatung SDBB zu finden. Und schliesslich unterstützen nicht zuletzt auch die Entlastungdienste in den einzelnen Kantonen Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und ihre Angehörigen.

Für rechtliche Fragen und Beratungen wenden Sie sich an:
Egalité Handicap, Fachstelle der DOK, Bern, www.egalite-handicap.ch, Tel. 031 398 50 34 oder Procap Schweiz, Olten, www.procap.ch, Tel. 062 206 88 77

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